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Schlagwort-Archive: poetry slam

Termingebrabbel

Die letzten Tage ging es hoch her in der deutschsprachigen Slamwelt! In Heidelberg und Mannheim fanden vergangene Woche die 16. Deutschsprachigen Poetry Slam- Meisterschaften statt! Ein wunderschönes Treffen unter vielen vielen Freunden, auch wenn es für mich leider nicht sehr erfolgreich verlief und die Meisterschaften für mich nach der Vorrunde bereits beendet waren. Glückwunsch aber an dieser Stelle nochmal an die beiden, die in meiner Runde weitergekommen sind, ihr wart soo großartig! Und Glückwunsch natürlich auch an die neue U20- Meisterin Jule Weber, den neuen Einzel- Meister Pierre Jarawan und die erneuten Team- Champions, das Team Totale Zerstörung!

Die Termine sind aktualisiert, leider hat sich dort viel verändert. Die Süddeutschland- Tour wurde auf Januar verschoben und ausgeweitet, mit einem Abstecher nach Salzburg und am 1.12. steht das U20- Battle in St. Gallen an! Internationales Slammen steht nun also auf dem Programm, ich freue mich auf viele neue und bekannte Gesichter!

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Von Frühlingsgefühlen und Tourdepression.

Menschen da draußen in den Parks und Schwimmbädern dieser Welt! Das Wetter ist herrlich und das Leben plätschert so vor sich hin.

Zeit für einen neuen Blogeintrag und Zeit für ein kurzes Innehalten und Revue passieren lassen.

Der Mai begann für mich gemütlich, ohne Auftritte, dafür mit viel Schreibarbeit für ein anderes Projekt, das demnächst hier vorgestellt wird.

Erst die MittenReim! – Tour brachte wieder ein bisschen Schwung ins Slammerleben. Vom 13.-15. Mai durfte ich im wunderschönen Rheintal verweilen und in Montabaur, Neuwied und Koblenz auftreten. Im Schlepptau: meine besten Slammerfreunde. Es war ein Fest!

Der MonstaSlam in Montabaur überraschte positiv. Es war erst die zweite Slamveranstaltung in dieser beschaulichen Stadt und trotzdem schien das Publikum hochmotiviert zu sein. Dass ich dann auch noch die Trophäe, das „Monsta des Monats“ mitnehmen durfte, war dann natürlich wundervoll 🙂

Mein nach wie vor absoluter Lieblingsslam in Neuwied kam daher wie eh und je: Spaß, gute Laune, Chaos pur, der lustigste Taxifahrer der Welt, nach dessen Höllenfahrt von Montabaur nach Neuwied erstmal alle Insassen des Wagens ihr Essen rückwärts essen mussten und das ewig währende Neuwieder Battle zwischen Felix Bartsch und mir, das im Finale mit einem zünftigen Bitchfight ausgetragen wurde. Der Präsentkorb wurde schließlich meiner und ich teilte mir geschwisterlich mit Felix die dazugehörige Flasche Wein.

Der Open Air Slam in Koblenz im Rahmen der „Buga Revival Woche“ wurde zu einem ganz besonderen Erlebnis. Zirka 50 Zuschauer froren sich bei 5 Grad und Regen buchstäblich den Hintern fest, weshalb in der zweiten Vorrunde entschieden wurde, dass sich einfach alle auf die Bühne setzen sollten. In lauschig – kuscheliger Atmosphäre wurde weitergemacht und ich denke, man kann sagen, dass weder Zuschauer noch Slammer diesen Slam so schnell vergessen werden. Und es war ein Erlebnis, sich auf der Bühne ständig zu verheddern, weil man nur darauf achtet, dass die eigenen Beine nicht allzu sehr vor Kälte zittern, während der Moderator im Finale genüsslich den eigenen heißen Tee leertrinkt.

Ansonsten war die Tour schrecklich schön, es wurde viel gefeiert, noch mehr gelacht, noch mehr geträumt und geweint und nun habe ich eine Tourdepression, weil keine Tour mehr so schön werden kann.

Nach der Tour führten mich Familienzusammenkünfte und Entspannungstage nach Hamburg, wo ich spontan den „Slam the Pony“- Slam mitnahm und mich von meiner Familie dafür bejubeln ließ 😉 wer Groupies hat, der hat eben Groupies. 😉

Nun ist es wieder ruhig geworden, die letzten beiden Tage waren Slams in Oldenburg und Bremen, die ich allerdings nur aus Zuschauerperspektive und als Slammer- Beherbergungs- Mensch erlebt habe. Trotzdem war ich wohl selten so präsent auf diesen Slams wie dieses Mal. Am ersten Abend dreimal auf der Bühne erwähnt, am zweiten Abend zweimal. Das Publikum kannte mich danach irgendwie, mir war das peinlich.

An dieser Stelle huldige ich dann mal zwei Slammern, die mir viel Geld dafür zahlen, dass ich sie hier erwähne, gelegentlich zahlen sie auch mit ihrem Körper – aber das ist eine andere Geschichte. Die Rede ist vom „Konservativ- erotischen Männergesangsverein„, kurz KEMGV, alias Sebastian Hahn und Sascha Mühlenbeck. Sie sind nicht konservativ, mäßig erotisch, können nicht singen und haben keinen Verein. Aber sie sind wohl Männer. Und ich mag beide ein bisschen.

Genug des Geschreibsels, ich lege mich dann mal wieder in den Park, die Sonne genießen und man hört von mir wieder am 5.6., denn dann! Dann ist Slam auf dem Hessentag in Wetzlar und abends noch Slam in Reichelsheim, das wird schön, zwei Auftritte an einem Tag sind besser als einer, wir sehen uns da, bis dahin, macht es gut!

 
Ein Kommentar

Verfasst von - 25/05/2012 in Das ganz normale Leben

 

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Mal wieder ein Lebenszeichen aus dem verregneten Oldenburg.

Die letzten Wochen ist es ruhig geworden, die Normalität ist zurückgekehrt. Nur die Freundschaften, die vor allem auf der Bayern- Tour geschlossen wurden, die bleiben. Ich hätte nie gedacht, dass eine Tour meinen Freundeskreis so bereichern könnte!

Nur zwei Auftritte standen in den letzten Wochen an. Zum einen einer in Bremen auf der legendären MS Stubnitz, mit einer der schönsten Kulissen, die ich je als Rahmen eines Slams gesehen habe! Im Schiffsrumpf saßen teilweise vor, teilweise unter, teilweise über einem 160 Menschen dicht gedrängt und lauschten den Größen der Oldenburger und Bremer Slamszene. In einem spannenden Finale konnte sich schließlich Sebastian Hahn (http://sebastianhahn.wordpress.com/) gegen Annika Blanke (http://www.annikablanke.de/) durchsetzen und durfte den Preis mit nach Hause nehmen!

Für mich ging es danach nach Frankfurt. An der Helmholtzschule, der Schule, an der ich mein Abitur gemacht habe, wurde gefeiert! Und zwar das 100jährige Bestehen der Schule im Rahmen einer Akademischen Feier. Hier gaben sich alle berühmten Abgänger der Schule die Klinke und das Mikrofon in die Hand und mittendrin war ich und durfte auch ein paar Texte lesen. Eine schöne Erfahrung, noch einmal in der vertrauten und immer noch gleich riechenden Aula auf der Bühne stehen zu dürfen und diesmal mussten die Lehrer mir mal bei meinen Vorträgen zuhören und nicht umgekehrt! 😉 Und wenn die große Feier im Juni steigt, werde ich auch wieder mit von der Partie sein.

Nun bleibt es erstmal ruhig. Nächste Woche geht es für zwei Tage nach Berlin. Mitte Mai startet die neue Rhein- Tour mit den Auftritten in Montabaur, Neuwied und Koblenz und beschert mir damit mal wieder eine Rückkehr auf altbekannte Bühnen. Und dann kommt schon der Sommer und es kommen einige Jahresfinals, die Hamburger Stadtmeisterschaften, die Hessenmeisterschaften und und und… wir nehmen wieder an Fahrt auf!

 

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3 Wochen wie im Flug.

Der letzte Eintrag ist schon eine Weile her, doch das Leben lief natürlich weiter!

3 Tage Oberpfalz (Amberg, Wernberg- Köblitz, Schwandorf) und ein Tag Schrobenhausen liegen hinter mir. Dann eine Woche in Frankfurt mit einer wundervollen Lesung in Karlsruhe. Es war wunderbar. Danke an alle Menschen, die daran beteiligt waren!

 

Die Oberpfalztour war, gelinde gesagt, chaotisch. Aber chaotisch schön! Wenn 5 Slammer aufeinander treffen und 24 Stunden am Tag, 4 Tage am Stück, miteinander verbringen, kann nur Spaß dabei herauskommen. Und endlose Gespräche. Wahrheit oder Pflicht als abgewandeltes Trinkspiel. Herzschmerz und Philosophengespräche. Sich auf die intensivste Art kennenlernen, die möglich ist.

Schrobenhausen bildete den perfekten Abschluss, mit einer großartigen Moderation und einmaliger Stimmung. Und den besten Preisen!

 

Am Donnerstag ging es nach Karlsruhe, zu einer (eigens wegen mir?) initiierten Veranstaltung von Maurice Meijer in der Ivy Cafébar. Vor 11 Zuschauern las ich einige Texte vor und Jon Clark, ein toller Singer-/ Songwriter aus Karlsruhe spielte Songs. Spontan wurde die Veranstaltung zur Lesebühne umgewandelt und nicht nur Maurice, sondern auch Dennis Krause aus Viernheim und René Carrié aus Schrobenhausen, die eigentlich nur als Zuschauer mitkommen wollten, gaben Texte zum Besten.

 

Nach einem geplatzten Osterurlaub sitze ich nun wieder in Oldenburg und beschäftige mich für eine Weile hauptsächlich mit dem Studium. Die Touren werden weniger in nächster Zeit. Pause machen, sich inspirieren lassen, neue Texte schreiben.

 

Nehmen wir das Motto der Karlsruher Lesung als Lebensmotto: Alles ist Musik und Poesie!

 

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Pfüati, München!

München. Die schönste Großstadt Deutschlands. Und die vollste. Und die mit den prozentual am schicksten angezogenen Menschen. (Anmerkung: all dies ist völlig subjektiv)

 

Cord Slam. Der neue Slam in München im Cord Club. Da ich noch auf keinem anderen Slam in München war, der schönste. Und der mir den prozentual am schicksten angezogenen Menschen. Das war aber wirklich der Fall, bei einigen dachte ich, sie hätten einen Poetry Slam mit einem Theaterbesuch oder einem Diskoabends verwechselt.

Das Haus war so mittelvoll, die Zuschauerzahlen wohl ein Opfer des wunderschönen Wetters gestern.

Das Prinzip ganz klassisch: 2x 4, die Punktbesten aus den Runden kommen jeweils weiter, dazu noch der beste Zweitplatzierte, sodass ein Dreierfinale entsteht. Die erste Runde startete gut, jedoch noch mit verhaltenen Punkten, ich durfte von einem tollen letzten Startplatz in der zweiten Runde starten und konnte trotz starker Runde mit unglaublich hohen Bewertungen (unter 9 kam gar nichts mehr) die Runde für mich verbuchen!

Im Finale musste ich dann allerdings Sven Kemmler aus München den Vorrang lassen, der sich mehr als verdient die Flasche Schnaps, Ruhm und Ehre sichern konnte.

Fazit: schön. Alles sehr schön und auch wenn ich am liebsten noch ein paar Tage hierbleiben würde, geht es nun für ein paar Tage in die Oberpfalz. Wobei das ja auch schön sein soll.

 

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Neues von der Tour: Von Schlafdefiziten und Möchtegerncomedians.

Die Tour hat begonnen! 13 Städte, 12 Tage, 11 Bühnen!

Fast 10 Stunden Zug liegen schon hinter mir und dabei bin ich gerade mal bei Tag vier angelangt.

Die Tour startete in Hannover beim SPAM- Schüler Poetry Slam, bei dem viele junge Menschen zwischen 14 und 20 Jahren auf der Bühne standen und ihre Texte vortrugen. Der nächste Tourpunkt war die Offene Bühne in Lehrte von Tobias Kunze, der ich an dieser Stelle einige Beachtung schenken möchte.

Das Prinzip der Offenen Bühne: Jeder darf auftreten. Egal ob Poetry Slammer oder Singer-Songwriter, egal ob selbsternannter Comedian oder als Coverband, jeder der ein Talent hat (oder meint, eins zu haben), darf hier auf die Bühne im Anderen Kino in Lehrte. Die Zusammenfassung des Abends: 18 Darbietungen, von denen mir bis auf einige wenige wirklich alle unglaublich gut gefallen haben, wunderbare neue Bekanntschaften, die sich hoffentlich noch vertiefen werden und wahnsinnig viel Inspiration und Spaß. Am Ende der Veranstaltung konnte ich vor lauter Reizüberflutung zugegebenermaßen kaum noch die Augen offenhalten (was sicherlich auch am Schlafmangel des Vortags lag), aber es war bis zum Ende ein sehr gelungener Abend. Respekt übrigens an den harten Kern des Publikums, der wirklich bis ein Uhr nachts dageblieben ist!

Slammergespräche bis tief in die Nacht rundeten die Sache dann noch ab und so ging es am nächsten Nachmittag nach einem ausgiebigen, entspannten Frühstück in Hannover weiter nach Leverkusen zum Lever Fun Slam, einer ebenfalls bunt gemischten Veranstaltung mit vielen neuen Gesichtern im Line- Up.

Der Nachtzug nach Frankfurt wurde zu meinem Helden des Schlafdefizits, um drei Uhr war ich zu Hause und nun freue ich mich auf einen entspannten Abend im English Theatre, wo mal andere Slammer die Arbeit machen müssen und ich mich entspannt zurücklehnen und zuschauen kann. Muss auch mal sein.

Morgen geht es für ein paar Tage nach Bayern, dann noch nach Konstanz mit Abstecher nach Stuttgart. Das wird schön. Ich bin müde. Gute Nacht.

 

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Are you… dead or alive?

Dead or Alive. Lebende Dichter oder tote Dichter. Junge Hüpfer auf der Bühne oder doch lieber alte Schinken? Unter diesem Motto stand der Dead or Alive- Slam in Braunschweig gestern Abend.

Im Roten Saal im Schloss wurde im Rahmen der Jungen Literaturtage Braunschweig zur Dichterschlacht gerufen. Drei U20- Slammer aus ganz Deutschland (Rasmus Blohm, Josefine Berkholz und meine Wenigkeit) traten gegen drei Schauspieler des Braunschweiger Staatstheaters, teilweise auch bekannt aus Film und Fernsehen, an, die die toten Dichter Bertold Brecht, Kurt Tucholsky und Franz Kafka verkörperten.

In zwei Vorrunden, in denen Lebende und Tote immer wechselseitig antreten mussten und vom Publikum für den jeweiligen Auftritt Punkte bekamen, und einem Finale, wurde schließlich entschieden, dass dank Rasmus, der sich im Finale ganz knapp gegen Kurt Tucholsky, den besten der toten Dichter, durchsetzen konnte, die lebenden Dichter doch die Nase vorn hatten, vier von sechs 1:1- „Duellen“ konnten außerdem für die lebenden Dichter entschieden werden.

Eine Übernachtung in einem Hotel mitten in Braunschweigs schöner Altstadt rundete den Abend dann ab und so stand der Abend ganz unter dem Motto: be alive!

Das im 2. Weltkrieg völlig zerstörte Braunschweiger Schloss wurde 2007 wieder rekonstruiert und aufgebaut. Heute ist es ein Einkaufszentrum, beinhaltet eine Bibliothek und mehrere Räume für kulturelle Veranstaltungen.

 
2 Kommentare

Verfasst von - 22/03/2012 in Poetry Slam & more

 

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