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Archiv für den Monat August 2011

Eigentlich bin ich ja kein Festivalmensch

Trotzdem war ich innerhalb der letzten zwei Wochen gleich auf drei Festivals. Den Auftakt machte der Hessenslam auf dem Open Flair in Eschwege, ein Wochenende später ging es dann auf das Soundgarden Festival in Bad Nauheim und vorgestern bildete das Folklore Festival in Wiesbaden dann den krönenden Abschluss dieser zwei Festivalwochen.

 

Jetzt habe ich in nächster Zeit erstmal genug von lauter Musik und viel zu vielen Menschen und werde mich wieder alleine in mein dunkles Erdloch verkriechen und neue Texte schreiben. Die Termine sind aktualisiert. Es werden immer mehr, das ist leicht beängstigend. Ansonsten stehen nur Veränderungen ins Haus, meine Sachen werden nach und nach in Umzugskartons gepackt, die Hälfte meines Besitzes ist schon in den Mülleimer gewandert und es wird noch viel folgen.

 

Falls ihr mal das Gefühl habt, euer Leben fällt euch auf den Kopf: ich kann das „Leben einpacken“ nur empfehlen, mit jedem Tag verschwinden mehr Altlasten.

 

Bis dahin… sammelt Müll an. Es ist so befreiend, wenn man ihn dann wegschmeißen kann.

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Verfasst von - 29/08/2011 in Das ganz normale Leben

 

I will be back on the road!

In den letzten Tagen hat mein Leben einige interessante Wendungen genommen und ich habe sehr besondere Menschen kennengelernt, die mich hoffentlich ein Stück meines Weges begleiten werden, ich habe einen entscheidenden Schritt im Slamleben getan und meine Zukunft scheint nun in trockenen Tüchern zu sein.

Zeit, das Leben nicht wieder in seine alte Eintönigkeit zurückzulassen, sondern es aufregend weiter zu gestalten! Dachte sich Klein- Julia und hat im Handumdrehen und durch verschiedene Zufälle, die sehr gut zueinander passten, für Ende September eine zweiwöchige Slamtour geplant. 13 Tage, 4 Bundesländer, 9 Städte, 8 Auftritte.

Ich starte meine Tour in Frankfurt, danach kommt Koblenz, Bremen, Oldenburg, zwei Tage zu Hause, Bonn, ein Tag zu Hause, Forchheim, Amberg, ein Tag in der Oberpfalz, Weiden in der Oberpfalz und dann geht’s auf direktem Wege nach Oldenburg in mein neues Leben! Groß wird das!

Folgende Idee stammt nicht von mir, allerdings werde ich sie schamlos aufgreifen und verwerten: ich werde versuchen, in dieser Zeit ein Tour- Tagebuch hier auf diesem Blog zu führen, damit die (nicht vorhandenen) fleißigen Leser auch etwas von dieser wunderbaren Tourstimmung (in der ich sicherlich sein werde) mitbekommen. Das ist mal ein Plan.

Don’t stop dancing!

 
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Verfasst von - 18/08/2011 in Poetry Slam & more

 

Kleine Angeberei zwischendurch

So, das Open Flair in Eschwege liegt in den letzten Atemzügen und ist für mich schon seit dem frühen Mittag vorbei.

Und war das wohl Erfolgreichste, was ich je in meinem Leben erlebt habe: ich habe es tatsächlich geschafft, ich bin die neue hessische Meisterin im Poetry Slam bei den Unter-20-Jährigen.

 

Normalerweise neige ich (hoffentlich) nicht dazu, meine größeren oder kleineren Lebenserfolge gleich jedem unter die Nase zu reiben, aber dieses Erfolgserlebnis muss einfach raus, ich will es in die Welt hinausschreien und dazu tanzen, möchte jedem davon erzählen und dabei gleichzeitig lachen und weinen.

 

Nur dass ich auf der Bühne zwei, drei Tränchen verdrückt habe, war peinlich. Damn. Aber man kann dann eben doch nicht alles haben im Leben.

 

Lebt euer Leben laut!

 
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Verfasst von - 14/08/2011 in Poetry Slam & more

 

Das Tourleben wird weitergehen!

Gestern Abend zu später Stunde plante sich scheinbar im Alleingang meine nächste Tour. Interessant und mysteriös… Mich erreichten E-Mails mit Tour- Bestätigungen zu einer Tour, die ich selber erst seit 10 Minuten kannte. Nun gut. Ich werde also Ende September den Weg ins wunderschöne Forchheim zurückfinden, am nächsten Tag ins mindestens genau so schöne Amberg fahren, den darauffolgenden Tag irgendwo da verbringen und einen Tag später noch ins mir bisher unbekannte Weiden in der Oberpfalz gelangen. Und das alles gerade mal 2 Tage nach meinem Auftritt in Bonn. Schee, so kann’s weitergehen!

Die Termine werden im Unterpunkt „Termine“ direkt aktualisiert. (wuah, dass ich daran gedacht habe…)

 
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Verfasst von - 11/08/2011 in Poetry Slam & more

 

Ein Zelt, ein Fluss, eine Bühne, ein tolles Publikum und 8 Slammer

Leider reicht meine Zeit nicht für einen langen Slam- Bericht des gestrigen Slams auf der Frankfurter Sommerwerft, nur soviel sei gesagt: ihr Menschen da draußen, ihr habt was verpasst!

 

8 Slammer, volle Bandbreite an Genres, Gedanken, Texten, Performances; 8 Slammer, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, lieferten sich einen spannenden Wettkampf, in dem es um Nuancen in der Applausabstimmung, um Punktegleichstände und Fankurven ging… Zum Schluss wusste nicht einmal mehr das sonst so kritische Frankfurter Publikum, was es glauben und wen es besser finden sollte, weshalb Tilman Döring, Andreas Arnold und meine Wenigkeit als gleichwertige Sieger aus dem Wettbewerb hervorgingen.

 

Danach gab es ein super entspanntes Chillout am Main und dann ging es direkt wieder zurück nach Hause, nachdem noch die Dienstagsskater ausgiebig bejubelt wurden.

 

Also falls das irgendwer liest: nächste Woche Dienstag ist noch ein Slam. Zwar werde ich dort nicht dabei sein, aber ich kann euch nur sagen: Geht hin. Es lohnt sich.

 

Es lebe die Poesie!

 
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Verfasst von - 10/08/2011 in Poetry Slam & more

 

Es tut sich was im Slammerleben

Nach ein paar Wochen Arbeit und Slam- Flaute, starte ich nun hochmotiviert in eine der vielleicht bedeutendsten und auf jeden Fall spannendsten Slamwochen meines Lebens!

 

Nach dem Auftritt am Freitag in Friedberg (schöner Slam übrigens!), werde ich morgen spontan in Frankfurt auf der Sommerwerft auf der Bühne stehen, los geht’s dort um 19 Uhr vor der Kulisse des Mains und der Skyline. Erfahrungsgemäß herrscht dort immer eine grandiose Stimmung – jetzt muss also nur noch das Wetter mitspielen.

 

Am Wochenende geht es dann nach Eschwege zum Hessenslam, wo ich die Ehre habe, für Frankfurt im U20- Wettbewerb antreten zu dürfen! Man darf gespannt sein…

 

Den krönenden Abschluss dieser (zugegebenermaßen sehr langen) Woche, macht dann der Open Air Slam in Koblenz am Stadtstrand, am Dienstag, den 16.8.

 

Man wartet, man trinkt Tee und lässt es auf sich zukommen!

 

Vielleicht sieht man sich und trinkt zusammen? (nur Tee versteht sich…)

 

Der Sommer kann kommen! (Wetter! Hörst du das?!)

 

 

Papierhaus

Papierhaus

Ich habe mir ein Leben in einem Papierhäuschen gebaut,

habe einmal durchs Fenster hinausgeschaut

und habe es für zufriedenstellend empfunden

und drehte in diesem Häuschen meine eigenen kleinen Runden.

Es war alles nett und fein eingerichtet,

alle Komponenten waren richtig gewichtet

und es lebte sich bequem,

mein Tisch, mein Stuhl, mein eigenes kreatives Ablagesystem.

Alles in diesem Häuschen stand am richtigen Ort,

meine Musik, mein Takt, mein Akkord,

niemand konnte ihm etwas anhaben,

egal wie viele Hindernisse sie meinem Häuschen auch gaben.

Und ein einziger Blick von dir kann alles verändern,

auf einmal gibt es Wellen in meinen Papierseitenrändern

und die Welt, die ich mir gerade noch so passend zurechtgeschnitten habe,

neigt sich nun zur anderen Seite der Waage.

Ich hatte mir doch geschworen, nicht mehr zu vertrauen,

hatte gerade begonnen, eine Schutzmauer um mein Häuschen herumzubauen

und auf einmal malst du Farbe auf diese Mauern

ohne ihre Veränderung auch nur das kleinste bisschen zu bedauern.

Alles beginnt sich auf einmal zu bewegen

und wir beide beginnen zu schweben

und drehen im Himmel unsere Kreise,

aber eben jeder auf seine eigene Weise.

Du hast mir Luftschlösser gebaut

und ich habe mich die waghalsigsten Sachen getraut,

wir waren einfach verrückt,

und der Welt für Monate ein kleines bisschen entrückt.

Du hast mein Häuschen verbreitert,

hast seinen Horizont erweitert,

denn der Himmel war nicht mehr genug,

er vergrößerte sich mit jedem Atemzug.

Irgendwann bekomme ich Angst, die Augen zu schließen,

denn mit geschlossenen Augen kann man nur halb so gut genießen,

sodass ich jeden einzelnen der Sommerabendstrände für dich in Erinnerung behalte

und alle Erinnerungen in meinem Herzen für dich verwalte.

Jeder Fleck, den du dir mit Eis auf’ s T-Shirt kleckerst,

jede Situation, in der du leise vor dich hinmeckerst,

alles wird abgeheftet und einsortiert

und für den späteren Gebrauch in meinem Herzen konserviert.

Denn eigentlich weiß ich ja, was irgendwann passieren wird,

was passieren wird, wenn man sich im Alltagsdschungel einfach verirrt.

Wenn auf einmal die Gewohnheit das Leben regiert

und sich Liebe mit „kein Streit“ definiert.

Dann wirst du dich langweilen,

und das Gefühl haben, das Leben wird an dir vorübereilen

und du musst auf diesen Lebenszug aufspringen,

um der Welt deine Botschaft zu überbringen.

Du musst dann raus aus dieser Stadt,

denn hier leuchten dir alle Lichter immer ein kleines bisschen zu matt,

du willst die Welt erleben,

willst die Geschichte und die Zukunft miteinander verweben.

Und da habe ich dann keinen Platz mehr,

und du bereust es auch gar nicht allzu sehr,

dass das mit uns ja nur „was Kurzes“ gewesen ist

und du jetzt wieder den Pegel in deinem eigenen Leben misst.

Und dann sitze ich wieder hier,

vor mir Schere und Papier

und muss das Haus, das du zum Einsturz gebracht hast, wieder aufbauen,

und muss wieder durch das Fenster nach draußen schauen,

um auf den nächsten deiner Art zu warten

und sehe auf unzähligen Eisenbahnfahrten,

die Welt an mir vorüberziehen

und denke daran, meinem Häuschen einfach zu entfliehen,

und denke daran, dass du alles da draußen schon gesehen hast

und jeden Tag neue Entschlüsse fasst.

Doch ich kehre immer wieder zurück,

und bin meiner kleinen Welt schon fast wieder ein bisschen zu verrückt

und warte auf den nächsten, der mein Häuschen sehen will

und der Lauf der Zeit in ihm und dir steht niemals still.

Und mein Häuschen wird vom Strudel davongerissen,

und ich will über die Zukunft auch gar nichts mehr wissen,

denn inmitten von aufgeweichten Papierrändern lebt es sich nicht leicht

und so kommt es, dass sich ganz plötzlich, auf einmal, der Traum der Realität angleicht.

Und auf einmal bin ich auch in der Welt da draußen,

sehe mein fast unsichtbares Häuschen mal von außen

und sehe die Traumwelt, in der ich lebe,

und der ich nun langsam entschwebe.

Und du sagst mir, dass die Realität nicht einfach ist,

aber ich glaube, dass du eben immer wieder vergisst,

dass wir zusammen alles schaffen können,

wenn wir dem Anderen nur auch ein kleines Stück der Freiheit gönnen.

 
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Verfasst von - 07/08/2011 in Poetry Slam & more

 
 
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